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Benfica ist weltweit bekannt für seine größte Legende: Eusébio (1942–2014). Er gehörte zur absoluten Spitzenklasse, in einer Ära von Größen wie Johan Cruijff und Pelé. Eusébio gewann mit Benfica unzählige Meistertitel, portugiesische Pokale und individuelle Auszeichnungen, darunter den Goldenen Ball 1965 und den Goldenen Schuh 1968 und 1973. Zudem wurde er Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 1966. Sein Vermächtnis ist untrennbar mit der Identität des Vereins verbunden.
Seit jenem glorreichen Sieg im Jahr 1962 hat Benfica jedoch nie wieder einen europäischen Titel gewonnen. Die Fans führen dies auf „den Fluch von Béla Guttmann“ zurück. Nachdem dieser erfolgreiche Trainer nach dem Finale von 1962 vergeblich um eine Gehaltserhöhung gebeten hatte, verließ er den Verein mit den legendären Worten: „Ohne mich wird Benfica in hundert Jahren keinen europäischen Titel gewinnen.“ Seitdem ging es in nicht weniger als acht europäischen Endspielen schief (unter anderem 1963, 1965, 1968, 1983, 1988, 1990, 2013 und 2014).
Benfica beansprucht jedes Jahr einen Platz in der europäischen Spitzenklasse und will dies erneut unter Beweis stellen. Der Verein weigert sich, im Schatten seiner Erzrivalen FC Porto und Sporting Portugal zu stehen. Nachdem der Verein in der Vergangenheit bereits zweimal das Finale der Europa League erreicht hat, ist das Ziel nun klar: den Einzug in die K.o.-Runde der Champions League und die Rückeroberung des begehrten portugiesischen Meistertitels.
Auf dem Platz sieht man in dieser Saison eine fantastische Mischung aus Erfahrung und erkennbarem Spitzentalent. Obwohl der ikonische Kapitän Nicolás Otamendi mittlerweile die Rolle des erfahrenen Nestors übernimmt, wird die Mannschaft nun von dem jungen Abwehrfels António Silva, dem griechischen Stürmer Vangelis Pavlidis und dem kreativen Spielmacher Orkun Kökçü getragen. Gemeinsam streben sie nach neuem europäischen und nationalem Ruhm!
Das atemberaubende Estádio da Luz (Stadion des Lichts) wurde kurz vor der Europameisterschaft 2004 eröffnet. Dieses beeindruckende, rot-weiße Fußballtheater strahlt eine einschüchternde Aura aus, die jeden europäischen Gegner mit zitternden Knien anreisen lässt.
Die Stimmung erreicht ihren absoluten Höhepunkt, wenn das Stadtderby auf dem Programm steht.
Tipp für die Stimmung: Nenne den Stadtrivalen in Lissabon niemals „Sporting Lissabon“ – die Einheimischen nennen ihn konsequent Sporting CP oder Sporting Portugal.
Sorge dafür, dass du rechtzeitig vor dem Anpfiff auf deinem Platz sitzt, denn die Tradition, bei der die Vereins-Eidechse – der echte Adler Vitória – ihren beeindruckenden Flug über das Spielfeld vollführt und auf dem Vereinslogo landet, ist ein Gänsehautmoment, den du auf keinen Fall verpassen darfst!